Mein Navi zum OK

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E-Mail

Das Navi zum organischen Konsens
Die Schleife zum OK und ihre Geschichte

Der Ursprung: Warum wir bessere Entscheidungsmethoden brauchen


Der Grazer IT-Systemanalytiker Erich Visotschnig wollte mit anderen Eltern zusammen eine Schule gründen. Sehr ambitioniert machten sie sich ans Werk. Doch sie mussten feststellen: Sie waren zwar mit edlen Absichten gestartet und wollten das Beste für ihre Kinder erreichen. Aber die vielen Entscheidungen, die dabei zu treffen waren, führten immer wieder zu verhärteten Fronten.

Von Berufs wegen ein analytischer Denker, begann Erich Visotschnig den Prozess zu reflektieren. Was geschah?
Die Gruppe nutzte für ihre Entscheidungen das übliche Mehrheitsprinzip. Bei seiner Analyse stellte er fest, dass genau dieses Vorgehen zu Unmut, Lagerbildung und anderen unfruchtbaren Entwicklungen in der Gruppe führte. Erich Visotschnig begann zu forschen. Zusammen mit seinem Kollegen Siegfried Schrotta verfolgte er die Idee, eine neue Methode zu (er)finden.

Die Idee: Entscheiden wie unter Freunden


Wenn Freunde Essen gehen, wählen sie selten das Lokal, das die Mehrheit wünscht, sondern meist das, wo alle zusammen gern hingehen. Wie konnte man diese Qualität auf komplexere Situationen übertragen, wo es für Entscheidungen formale Regeln braucht?


Die neue Methode sollte zu guten Ergebnissen führen und gleichzeitig eine positive Wirkung auf die Gruppe haben.

Das Ergebnis: Systemisches Konsensieren

Das "Systemische Konsensieren" (SK)...

  • löst Konflikte oder beugt ihnen vor
  • spricht Verstand, Gefühl und Intition an
  • stärkt den Gemeinsinn

"Konsensieren" steht für die gemeinsame Annäherung an den Konsens, "Systemisch" definiert eine Gruppe als komplexes System, und bezieht sie entsprechend ein.


"Die Methode ist gut! Aber der Name..."

Seit 2018 arbeite ich mit "SK", wie es Insider nennen. Um Menschen außerhalb der "Blase" zu erreichen, habe ich eine neue Sprache gesucht. Unterstützt haben mich dabei übrigens Jobcoaching-Kunden, in dem Fall Menschen ohne festen Wohnsitz, die von "HartzIV" bzw. Bürgergeld leben. Ich dachte, wenn diese Kunden mit meiner Sprache etwas anfangen können, ist das Anliegen, eine niederschwellige Sprache zu finden, erfüllt.


Ich drücke mich nicht nur mit Worten, sondern oft auch mit Bildern aus. Beim Zeichnen geht es vom Herz in die Hand. Ein einfaches Medium, um mit Menschen über einen kompliziert klingenden, aber eigentlich einfachen Ansatz ins Gespräch zu kommen.

In einem organischen, über mehrere Monate sich entwickelnden Prozess entstand schließlich diese einfache, auf das wesentliche reduzierte/destillierte Darstellung:

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E-Mail

Zum Bild gibt es einen Blogartikel, wo ich der Ansatz an einem ganz einfachen Beispiel beschreibe.

Wesentliche Merkmale: Was die OK-Schleife so besonders macht

  • Jeder Vorschlag wird von allen Beteiligten einzeln bewertet.
    Vorteil: Die Entscheidung für einen Vorschlag beinhaltet keine Ablehnung anderer Optionen.

  • Bei der Bewertung werden nicht Pro-Stimmen, sondern die Höhe der Widerstände gemessen.
    Vorteil: Man gewinnt wertvolle Aussagen über das Konfliktpotential jedes eingereichten Vorschlags.
    Dieser Schritt ist wie ein Kopfstand oder ein Looping in der Achterbahn. Man sieht für kurze Zeit eine Situation aus einem anderen Blickwinkel, genau umgekehrt wie "normal".

  • Eine sogenannte Passiv-Option - meist "Es bleibt wie es ist" - wird mit ausgewertet.
    Ideen, die im Stimmungsbild schlechter bewertet werden als die Passiv-Option, haben entweder ein großes Verbesserungspotential oder kommen für die Umsetzung nicht in Frage.
    Vorteil: Die Wirkung auf das Team ist schon vor der Entscheidung transparent. Denn welches Team trägt eine Lösung mit, die es als Verschlechterung gegenüber dem Status Quo empfindet?

  • Idealerweise findet ein Austausch über Widerstände statt. Dafür steht das Herz mit Ohren in meinem Bild.

  • Ein tragfähiges Ergebnis - für die ganze Gruppe.
    Es "gewinnt" nicht die Lösung mit den meisten Befürwortern, sondern eine Lösung, mit der alle möglichst gut leben können.
    Vorteil: Niemand gewinnt auf Kosten Anderer. Alle profitieren von der kollektiv intelligenten Lösung.

SK mit digitaler Unterstützung


Die Rechenarbeit kann man digitalen Tools überlassen. Für die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse einer Abstimmung kann z.B. eine spezielle Excel-Tabelle verwendet werden.


Komfortabler geht es mit Apps wie CONCIDE® und Acceptify oder konsens:

  • Konsensierungen können über längere Zeit und ortsunabhängig laufen
  • Der/die Fragesteller*in und alle Teilnehmenden können ihre Vorschläge und Kommentare dazu eingeben
  • Die Abstimmungsergebnise werden automatisch nach den niedrigsten Widerständen sortiert
  • Direkt in der App können Fragen zu den Vorschlägen gestellt und beantwortet werden (außer App konsens).
  • Die Ergebnisse stehen wenn gewünscht auch später noch zur Verfügung (außer App konsens).


Gerne gebe ich Ihnen weitere Informationen zum Einsatz der Methode und zu den technischen Möglichkeiten.


Wünschen Sie sich eine professionelle Begleitung für eine anstehende Entscheidung?
Oder möchten Sie mehr über co-intelligente Entscheidungsprozesse mit SK erfahren?



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